In unserem letzten Artikel haben wir die aktuellen Entwicklungen der nunmehr veröffentlichten Unternehmensseiten bei Google+ betrachtet und eine kurze Einschätzung zu den bisherigen Möglichkeiten verfasst. Dieses mal werden wir Ihnen aufzeigen, wie einfach Sie Ihre eigene Seite bei Google+ anlegen.

Schritt 1 – Kategorie auswählen

Zum Anlegen einer Seite benötigen Sie ein normales Personenprofil bei Google+. Wenn Sie in dieses eingeloggt sind, beginnen Sie, indem Sie auf den Button “Google+ Seite erstellen” klicken. Dieser befindet sich in der linken Spalte Ihres Profils.

In der folgenden Auswahl stellt Ihnen Google erstmal eine relativ begrenzte Anzahl verschiedener Segmente zur Auswahl. Allerdings können Sie den Gegenstand Ihres Unternehmens später noch weiter spezifizieren.

  • Lokales Geschäft (Geschäfte, Restaurants, Hotels, Dienstleister …)
  • Produkt oder Marke (Mode, Autos, Elektronik, Finanzdienstleistungen …)
  • Unternehmen, Einrichtung oder Organisation (Firmen, öffentliche Einrichtungen, gemeinnützige Organisationen …)
  • Kunst, Sport oder Unterhaltung (Film, Fernsehen, Musik, Bücher, Theater, Sport …)
  • Sonstiges

Schritt 2 – Informationen einpflegen

Danach können Sie eine Altersgrenze für die Besucher Ihrer Seite festlegen, um beispielsweise gesetzlichen Bestimmungen für verschiedene Warengruppen zu entsprechen. Wie bereits angesprochen, müssen Sie den Gegenstand Ihres Unternehmens mit Hilfe des Flyout-Fensters weiter spezifizieren. Weiterhin können Sie den Namen Ihrer Organsation bzw. Ihrer Seite sowie die dazugehörige Webseite eintragen. Diese ist Bestandteil des Seitenprofils und wird dem Besucher Ihrer Seite unter dem Menüpunkt “Über mich” angezeigt.

Schritt 3 – Profil gestalten

Dies gilt ebenso für den Untertitel, welchen man der Seite, im Unterschied zu Facebook, an dieser Stelle verleihen kann. Unternehmen nutzen dies bisher vor allem um ihren Corporate Slogan zu kommunizieren. Diese Möglichkeit könnte aber auch kreativ im Rahmen von speziellen Aktionen oder Kampagnen eingebunden werden. Darüber hinaus können Sie in diesem Schritt das Profilbild zu Ihrer Seite hinzufügen und bearbeiten. Hierfür stehen Ihnen zahlreiche Tools zur Verfügung, die fast schon ein wenig an Photoshop erinnern. Beispielsweise gibt es diverse Filter und die Möglichkeit Texte in verschiedensten Fonts hinzuzufügen.

Die Seite ist nun in Ihren Grundzügen angelegt. Danach sollten Sie allerdings das Profil aufrufen und die restlichen Möglichkeiten nutzen. Den Facebookseiten sehr ähnlich können Sie bis zu fünf Bilder in eine Fotogalerie hochladen, um Ihre Seite grafisch aufzuwerten. Diese Bilder werden immer in gleicher Reihenfolge angezeigt, sodass Sie verschiedenste Möglichkeiten haben diese zu nutzen, z. B. als Werbebanner. Außerdem können Sie eine Beschreibung Ihrer Seite (auf Facebook “Info”) verfassen, um den Besuchern eine Hilfestellung zu geben. Ebenso ist es ratsam die Kontaktinformationen auszufüllen, um möglichen Interessenten den Weg zu Ihrer Webseite und damit eventuell auch eine lange Suche zu ersparen. Sofern Sie weitere Webseiten betreiben, z. B. einen Shop, einen Blog oder auch Ihren Twitter-Account gibt Ihnen Google+ weiterhin die Möglichkeit diese Links zu “empfehlen”.

Wie das konkret aussehen kann, zeigt die Google+ Seite von buecher.de. Trotz bisher geringer Möglichkeiten, weiß das Unternehmen diese für sich zu nutzen. Auf der Seite wird gekonnt eine grafische Verbindung zwischen der Fotogalerie um dem Profilbild hergestellt, um so dessen Flip-Funktionen auszunutzen. Einfach mal draufklicken und “staunen”. Durch diese bildhafte Aufforderung wirbt buecher.de für verschiedene Anliegen, deren weitere Vermittlung sie ebenfalls grafisch mit Hilfe der Fotoalben lösen.

Zum Ersten sind dies, passend zum aktuellen Weihnachtsgeschäft, verschiedene Geschenkideen.

Weiterhin wird für die Gewinnspiele auf der eigenen Facebook-Seite geworben. Sicher auch weil aufgrund der Guidelines und der eingeschränkten Funktionen bisher keine richtlinienkonformen Gewinnspiele bei Google+ möglich sind.

Als letztes werden die Alben ausgenutzt, um den Besuchern der Seite einen Mehrwert für ihren Besuch und eine dauerhafte Verbindung zu bieten. Durch einen Gutschein(-Code) werden diese angeregt den Webshop zu besuchen, wodurch das Unternehmen schon in dieser frühen Phase versucht diesen Kanal zu nutzen, um die eigenen Umsätze zu steigern. Da der Gutscheincode nur auf der Facebook Fanseite des Unternehmens zu finden ist, verlinkt man einerseits auf einen weiteren Kommunikationskanal, widerspricht andererseits nicht den aktuellen Richtlinien von Google.

Mit deutlich mehr Aufwand und Kosten ist es selbstverständlich ebenso denkbar, eine Social Media Kampagne mit Hilfe von hierfür produzierten und aufeinander abgestimmten Videos bei Google+ durchzuführen. Auch vorhandene Produktvideos könnten je nach Strategie eingesetzt werden, aber wie sich diese über den “+1 Button” verbreiten, bleibt abzuwarten.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag weiterhelfen konnten und werden Sie natürlich weiterhin über aktuelle Entwicklungen bei Google+ auf dem Laufenden halten – auch auf unserer Facebook Fanseite. :)

Der Autor: Sebastian Kalms ist frischgebackender Absolvent der Angewandten Medienwissenschaft an der TU Ilmenau. Er arbeitet bei Werbeboten Media im Bereich Social Media.