Die regelmäßige Nachfrage zur Nutzung olympischer Symbole (Olympische Ringe, olympische Bezeichnungen) und der vergangenen Vorbereitungen für London hat dazu geführt, dass an dieser Stelle über die werblichen Regelungen im olympischen Umfeld informiert werden sollte.

Die Erstellung eines Gewinnspieles, was ist zu beachten!

Es müssen einerseits viele verschiedene Richtlinien beachtet werden, andererseits werden genau diese Richtlinien laufend wieder verändert, im schlimmsten Fall während der Wettbewerbsausführung. Im Zusammenhang mit der Durchführung eines Gewinnspiels oder einer Verlosung auf Facebook gelten folgende Richtlinien:

Die Richtlinien für Promotions regeln grundsätzliche Fragen rund um Promotionen auf Facebook.

  • Die Nutzungsbedinungen für Seiten sind massgebend für Betreiber von Facebookseiten
  • Die Werberichtlinien regeln sämtliche Berührungspunkte zwischen Werbetreibenden und Facebook.
  • Die “Facebook Platform Policies” ist für die Betreiber von Gewinnspielen bindend, da Applikationen zwingend für die Durchführung von Gewinnspielen notwendig sind und gleichzeitig die meisten Stolperfallen enthalten, müssen diese genau durchgelesen werden.
  • Facebook hat klare Nutzungsrichtlinien für die Marke Facebook im “Bereich für Markengenehmigungen“, diese müssen ebenfalls im Zusammenhang mit Gewinnspielen zwingend eingehalten werden.
  • Jeder Wettbewerb muss so ausgelegt sein, dass ein teilnehmender Benutzer nicht gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstösst.

Verstöße der Richtlinien bei dem Thema Olympia

Markennamen, -bilder und -slogans werden oft von Dritten als Hilfsmittel für das eigene Unternehmen verwendet, um das Wachstum der eigenen Fans zu steigern und/ oder die Gewinnspielteilnahmen zu fördern. Selten stehen tatsächlich kriminelle Motive oder bewusste Wettbewerbsverletzungen dahinter. Falls wettbewerbs- und markenrechtliche Aspekte jedoch eine Rolle spielen, sollte in jedem Fall ein spezialisierter Anwalt konsultiert werden. Die rechtlichen Grundlagen der Olympischen Bewegung sind in der Olympischen Charta des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verbindlich festgehalten. Der DOSB als NOK für Deutschland unterliegt diesem Regelwerk in vollem Umfang. Dazu gehört auch der bindende Auftrag zur Umsetzung der in der Charta geregelten Vorgaben, einschließlich der Abwehr unberechtigter Nutzung olympischer Zeichen und Begrifflichkeiten im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. IOC und DOSB ist darüber hinaus durch das sogenannte Olympiaschutzgesetz (OlympSchG) der sondergesetzliche Schutz der Olympischen Ringe und der olympische Begrifflichkeiten zugewiesen.

Hier einige Beispiele zum Thema Olympia

Wie man es nicht tun sollte:


Denn laut Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen (OlympSchG) heisst es:

1. Dritten ist es untersagt, ohne Zustimmung der Inhaber des Schutzrechts im geschäftlichen Verkehr das olympische Emblem

  • zur Kennzeichnung von Waren oder Dienstleistungen,
  • in der Werbung für Waren oder Dienstleistungen
  • als Firma, Geschäftsbezeichnung oder zur Bezeichnung einer Veranstaltung oder
  • für Vereinsabzeichen oder Vereinsfahnen zu verwenden.

2. Dritten ist es untersagt, ohne Zustimmung der Inhaber des Schutzrechts im geschäftlichen Verkehr die olympischen Bezeichnungen

  • zur Kennzeichnung von Waren oder Dienstleistungen,
  • in der Werbung für Waren oder Dienstleistungen oder
  • als Firma, Geschäftsbezeichnung oder zur Bezeichnung einer gewerbsmäßigen Veranstaltung

Wie man es tun kann:

Ziel der ordentlichen Umsetzung

  • Potential zur Fangewinnung
  • Umgehung eventuell desaströser Konsequenzen
  • Vermeidung des Totalverlustes der Facebookseite
  • Unterstreichung des seriösen und “saubere” Unternehmens
  • Dem Risiko aus dem Weg gehen, unnötige Strafen zu kassieren