Ausschnitt aus der Inforgrafik von Disruptive Communications

Huch, meine Fans mögen mich gar nicht wirklich? Wie kann das sein, wo doch weit und breit kein Shitstorm in Sicht ist? Ganz einfach: Genauso, wie Social Media ein Instrument für Beliebtheit sein und positiven Buzz generieren kann, geht es doch auch andersherum. Auch kleine Fehler können Marken unbeliebt machen!

Besonders fehlende Sorgfalt im Umgang mit dem Kunden kann ganz schnell dazu führen, dass die Meinung der „Fans“ rapide abnimmt. Welche Fehler fatal sind, hängt dabei von der Zielgruppe ab, wie eine Umfrage unter 1003 britischen Konsumenten fand, die in dieser Infografik von disruptive communications zusammengefasst wurde. Alle Fehler sprechen deutlich von einem Mangel an Authentizität und Respekt vor dem Kunden, seiner Zeit und seinem Newsfeed: Der ist eigentlich für Freunde und demnach sollten sich Posts von Marken einfügen, indem sie die Fans bestenfalls gut unterhalten oder interessant sind. Schlechte Sprache, zu deutliche Werbung, zu verkrampft lustige Updates sind demnach große No-Gos. Je nach Zielgruppe kommt auch zu seltenes und zu häufiges Posten nicht gut an.

Ausschnitt aus der Inforgrafik von Disruptive Communications

Ausschnitt aus der Infografik von Disruptive Communications

Während schlechte Grammatik und Rechtschreibung mit 43% mit weitem Abstand der führende Grund von Ablehnung in der gesamten Gruppe der Befragten sind, ist dies nur für 21% der 18- bis 24-Jährigen ein Problem. Der größte Unterschied ergibt sich beim potenziellen Problem, als Marke zu selten zu posten: Allgemein stört dies nur 7%, in der jüngeren Zielgruppe allerdings ist es im 22% der am häufigsten genannte Störfaktor. Unbeliebt sind auch Updates, die zu „sales-y“, also zu marktschreierisch angehaucht sind (25% allgemein und 20% der jüngeren Zielgruppe lehnen dies ab), und solche, die krampfhaft witzig sein sollen und denen man das auch anmerkt (12% allgemein bzw. 20% der Jüngeren mögen das nicht). Auf dem letzten Platz sieht die Sache dann wieder umgekehrt aus: Bei den Jungen ist zu häufiges Posten – allerdings auch noch mit 17% Ablehnung – das am wenigsten kritisierte Problem, bei den Älteren liegt dagegen das zu seltene Posten mit 7% ganz hinten.

Insgesamt gilt also: Jüngere sind heikel und alle genannten Probleme rufen bei etwa einem Fünftel große Ablehnung hervor, Ältere hassen schlechte Sprache, zwischen den Geschlechtern gibt es kaum Unterschiede – und um ihre Fans zu überzeugen, können Marken sich auf ihren Fanpages nur weiter Mühe geben. Besonders natürlich bei Rechtschreibung, Authentizität und Häufigkeit der Postings. Und den Content nicht vergessen.

Hier gibt es die ganze Infografik.

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2 Kommentare
  1. Jörn sagte:

    Guten Morgen,

    mir ist aufgefallen, dass in der Überschrift das Wort “Kn*” vorkommt.

    Ich hatte vor einigen Jahren in meiner Firma das Problem, dass mir mit einer Abmahnung gedroht wurde, weil sich der Nachkomme seine Namensrechte an “Kn*” hat schützen lassen. Kommentieren möchte ich dies nicht. Ich weiß auch nicht, ob das noch aktuell ist. Wenn ja, würde ich eine Änderung des Begriffs empfehlen.

    Viele Grüße

    Jörn

    • Sinje sagte:

      Hallo Jörn, vielen Dank für den Hinweis! Eine erste Recherche beim Deutschen Patent- und Markenamt hat noch nichts genaues ergeben, ich werde der Sache aber weiter auf den Grund gehen.

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