Adolph Freiherr von Knigge

Auch heute geht es weiter mit unserer Serie zu Knigges Tipps für Social Media Marketer:

“Lerne, den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in der du dich befindest”.

Auf Social Media – einem Medium, auf dem man sich anfangs noch gar nicht in der Gesellschaft bestimmter Leute befindet – muss man sich zunächst darüber Gedanken machen, in wessen Gesellschaft man sich befinden will, wer die eigenen Fans sein sollen. Nach dieser Zielgruppenanalyse sollte die eigene Social Media Stimme so angepasst werden, dass man im Newsfeed der Zielgruppe nicht als seltsamer Fremdkörper auffällt, sondern sich so harmonisch wie möglich einfügt (was eine Marke nicht daran hindern sollte, nach positiver Aufmerksamkeit zu streben).

Auch im Dialog mit den Fans sollte man etwa so kommunizieren, als sei man einer von Ihnen. Natürlich gelten dabei gewisse Grenzen – wenn eine Fanpage angepöbelt wird, sollte sie sich nicht gleich zurück stänkern.

Das Netzwerk, auf dem man sich befindet, sollte man ebenfalls gut kennen: Auf Facebook ist der Umgang ein anderer als auf Twitter, andere Inhalte und Arten der Nutzung unterscheiden die Netzwerke. Und natürlich wollen Jugendliche anders angesprochen werden als Silver Surfer. Dadurch, dass diese Unterschiede bestehen, ist es also tatsächlich wichtig, dass eine Marke sich mit der Zielgruppe auseinander setzt, damit die Kommunikation mit den potenziellen Fans oder Followern funktioniert.

Außerdem kann anhand einer solchen Analyse getestet werden, ob die Social Media Ziele sinnvoll und die Positionierung im Netz schlüssig ist: Wenn die Stimme der Marke nicht zur Zielgruppe passt und entsprechend so verändert werden müsste, dass kein Zusammenhang mehr mit der Marke gegeben ist, dann spricht das nicht für ein potenziell erfolgreiches Konzept. Bei zu großen Diskrepanzen zwischen der “normalen” Markenkommunikation und dem, was die angestrebte Zielgruppe hören will, sollte die Auswahl der Zielgruppe noch einmal überdacht werden.

photo credit: Stifts- och landsbiblioteket i Skara via photopin cc

Quelle des Zitats: https://www.aphorismen.de/zitat/21441

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