Wer kennt das nicht? Das E-Mail-Postfach ist überschwemmt mit Newslettern aller Art – ein neuer Blogpost hier, neue Saleartikel dort. Doch wie wirkungsvoll sind E-Mail-Newsletter wirklich und wie nutzt man sie richtig? Heute gibt es Tipps und Tricks zum erfolgreichen Newsletter!

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Oldie but Goldie: Noch sind Newsletter wirksamer als Social Network Marketing!

Was von einigen als nerviger Spam abgestempelt wird, ist für andere wertvolle Strategie des Online-Marketings. Eine Studie der internationalen Unternehmensberatung McKinsey & Company belegt die enorme Effektivität jenes Push Instruments: E-Mail-Marketing ist derzeit noch rund 40 Mal wirkungsvoller als über Facebook und Twitter zusammen. Schätzungen zu Folge veranlassen die elektronischen Briefe Kunden zu einer dreimal höheren Anzahl von Käufen, als dies bis jetzt soziale Netzwerke mit ihren Marketingstrategien vermögen.

Wie gestalte ich nun also einen erfolgreichen Unternehmens-Newsletter, der nicht ungelesen im Spamordner landet und mir stattdessen mehr Site Traffic sowie Sale einbringt?

1. Die Definition der Zielsetzung

Um den Erfolg des Online-Mailings zu sichern, steht wie bei jeder erfolgversprechenden Marketingmaßnahme am Anfang aller Überlegungen die Entwicklung eines Konzepts. Ein klar definiertes Ziel erhöht die Möglichkeit der erfolgreichen Umsetzung. Entscheiden Sie sich also, ob Sie vorwiegend Produkte und Dienstleistungen verkaufen, Ihre Kundenbindung fördern oder inaktive Kunden reaktivieren wollen. Eine Hauptstrategie schließt weitere strategische Zielsetzungen nicht aus.

2. Die Auswahl der Adressaten

Eine der wichtigsten Fragen beim Newsletter-Marketing ist: “Wen möchte ich erreichen?”. Definieren Sie Ihre Zielgruppe und informieren Sie sich über die Erreichbarkeit Ihrer potentiellen Newsletter-Empfänger.  Je mehr Sie über Ihre Abonnenten wissen, desto eher können Sie ihnen einen Mehrwert bieten. Inhalte, Design und die Kommunikationsstrategie sollten unbedingt an die Zielgruppe angepasst werden, um den Erfolg zu sichern. Auch die Ansprache und Tonalität der Newsletter richtet sich nach den Lesern: Junge und ältere Adressaten, vorwiegend männliche oder weibliche Leser sowie Unternehmen und Endverbraucher müssen auf unterschiedliche Weise angesprochen werden.

3. Der richtige Inhalt

Der schlechte Ruf des Unternehmens-Newsletter rührt vor allem aus der falschen Nutzung als Werbeverteiler, statt Abonnenten über Neuigkeiten zu informieren. Der Inhalt muss direkt oder indirekt von Nutzen für den Abonnenten sein, daher lieber auf die ein oder andere Werbebotschaft verzichten! Wichtig bei der Inhaltsgestaltung ist ein roter Faden, er sichert langfristiges Interesse an den News. Außerdem: Bieten Sie den Lesern lieber knappe Informationen, die klar und verständlich sind, als sie mit langen Ausführungen zu langweilen.

4. Eine ansprechende Betreffzeile

Der erst Eindruck zählt! Der wohlüberlegte Betreff ist das A und O des Newsletter-Marketings. Er entscheidet, ob der Kunde die E-Mail öffnet und den Newsletter liest. Wichtig ist, dass der Betreff den Inhalt des Newsletters attraktiv ankündigt. Klickraten können durch befristete Aktionszeiträume (“Angebot bis zum 25.01.2014…”) oder direkte Kundenansprachen erhöht werden. Vermeiden Sie unbedingt typische Spam-Begriffe und die unnötige Wiederholung von Sonderzeichen wie beispielsweise Ausrufezeichen. So wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass Ihr Newsletter vom Spamfilter abgefangen wird.

5. Die attraktive Gestaltung

Bei der Gestaltung sollte besonders auf die Übersichtlichkeit des Newsletters geachtet werden. Ein mit Informationen oder Bildern überfüllter Newsletter frustriert den Empfänger und lässt ihn ganz bestimmt nicht weiterlesen oder führt im schlimmsten Fall sogar zur Abbestellung des Online-Mailing-Dienstes. Wichtig ist eine logische Struktur, die optimal auf die Zielgruppe angepasst ist. Auch das Corporate Design des Unternehmens sollte in der Newsletter-Gestaltung übernommen werden, um das Branding zu fördern.

NovNL

Die Werbeboten machen es vor: Übersichtliche Gestaltung und interessanter Content füllen das Postfach der Abonnenten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Die optimierte Anwendung

Die optimierte Landing Page ist ein unumgängliches Tool im E-Mail-Marketing. Wer glaubt, die normale Homepage sei genauso effektiv wie angepasste Pages, der irrt. Zudem ist die Bedeutung des mobilen Features auch hier, wie so oft, unverzichtbar: Rund 40 % aller Marketing-Emails werden von mobilen Endgeräten aus geöffnet.

7. Der richtige Zeitpunkt der Versendung

Der perfekte Zeitpunkt, um den Newsletter zu verschicken, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Welcher Wochentag hier am effektivsten ist und am meisten Traffic hervorruft, sollte individuell ausgetestet werden. Ebenfalls können Newsletter speziell zu besonderen Anlässen versendet werden, wie Weihnachten, Ostern oder spezifischen Messen und Sportevents. Außerdem sollte der Zyklus des Versendens gut bedacht sein. Bei kleineren Unternehmen genügt der monatliche Versand. Bombadieren Sie Ihre Abonnenten nicht mit Newslettern!

8. Besondere Nutzerfreundlichkeit

Um datenrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, muss die An- und Abmeldung des Newsletters möglichst einfach und transparent gestaltet sein. Zudem sollte das Anmeldeformular durch Einfachheit glänzen und nur die nötigsten Informationen abfragen, um die Hürde der Anmeldung möglichst klein zu halten. Name und E-Mail-Adresse reichen aus, alle weiteren Daten können freiwillig angegeben werden.

9. Vertrauen und Interesse stärken

Die wohl größte Herausforderung des Newsletter-Marketings besteht darin, inaktive Kunden zu reaktivieren und sie durch attraktive Produktankündigungen und Informationen erneut zu aktiven Kunden zu machen. Nutzen Sie also den großen Vorteil jenes Permission-Marketings: Der Kunde hat sich bewusst dafür entschieden, Informationen von Ihnen zu erhalten. Die Einhaltung der wichtigsten Regeln kann das Kundeninteresse ausbauen und Vertrauen schaffen.