Schon das Jahr 2013 hat viele Neuerungen im Bereich der Web-Technologie gebracht und neue Design-Trends gesetzt. Der Ausblick auf das kommende Jahr lässt einen Anschluss an diese Entwicklungen erwarten, die unser Web noch innovativer und attraktiver gestalten. Welche technischen Raffinessen eure Website im neuen Jahr unbedingt mitnehmen sollte, erfahrt ihr jetzt!

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2014 erweitert den Web-Design-Horizont!


Trend 1: Mobile First

Der wichtigste Trend für die eigene Website ist zwar nicht neu, jedoch auf dem besten Weg Standard zu werden: die mobile Optimierung der eigenen Page. Welch großen Anteil die mobile Nutzung des Internets ausmacht, wurde schon in unserem Artikel Mobiler Konsum thematisiert. Smartphones oder Tablet sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Zukunftsfähige Webseiten sollten daher an die Darstellung der mobilen Endgeräte angepasst sein – und das auch in Design-Fragen.

Die Ansprüche an das mobile angepasste Design werden sich in 2014 noch erhöhen, da von unterwegs nicht mehr nur kurze Webbesuche – wie die Zeitüberbrückung beim Warten auf die Bahn oder den Bus – getätigt werden, sondern sich die gesamte Palette des Web-Nutzung immer weiter in den mobilen Bereich verschiebt. Eine Website muss mobile funktionieren und das in der der Destopanwendung entsprechenden Qualität, um die Ansprüche des Mobile-Onliner zu erfüllen.

Trend 2: Responsive Design

Auch der zweite Trend ist keine Neuheit und schon alteingesessen im Design-Business: Mit dem Mobile Web geht das Responsive Design als neuer Standard einher.  Die Verbindung von mobiler Funktionalität für multiple Endgeräte und der Corporate Identity eines Unternehmens ist in der gegenwärtigen technischen Vielfalt ein Muss. Die Anpassung an die Displaygröße und den Gerätetyp erhöhen die Attraktivität der Site und simplifizieren die Bedienbarkeit. Auch die Entwicklung spezifischer Mobile-Only-Lösungen wird in 2014 ein immer bedeutender Stellenwert zukommen.

Als besondere Form des Responsive Design liegen auch die Off-Canvas im Trend. Anstatt die Inhalte aufgrund der geringen Bildschirmgröße mobiler Endgeräte untereinander anzuordnen und unnötig lange Scrollpages zu erstellen, bietet sich mit Off-Canvas die Möglichkeit die sichtbare Fläche der Site bestmöglich zu nutzen. Es wird nur ein Ausschnitt der kompletten Site gezeigt und Inhalte können außerhalb des sichtbaren Bereichs angeordnet und bei Bedarf abgerufen werden. Neben-Informationen wie Navigation oder Sidebars können so an den Seiten der Anzeigefläche angeordnet werden. Mit einem Klick auf den gewünschten Button sliden die Elemente dann in den Anzeigebereich – eine elegante Lösung, um trotz Platzmangel komplexe Inhalte verfügbar zu machen!

Trend 3: Flat Design

Eine einfach aufgebaute und schlicht gehaltene Website überzeugt die User: Klare Formen und Kontraste gefallen und bringen Inhalte deutlich herüber. Für Ablenkung sorgende Hintergrund-Designs gehören der Vergangenheit an und die Funktionalität der einzelnen Elemente wird hervorgehoben – ganz nach der Devise “form follows function”!

Unsere Werbeboten-Grafikdesignerin Katharina sagt hierzu:  “Flat-Design ist auch in diesem Jahr noch oberster Grundsatz eines jeden Gestalters. Damit einher gehen zum Beispiel der vorrangige Gebrauch von serifenlosen Schriften und das Weglassen von Schatteneffekten für Flächen. Die Verwendung von wenig, dafür aber umso knalligerer Farbe lässt jede Website in frischem Look erstrahlen!”

Minimalismus wird in 2014 ganz groß geschrieben. Webdesigner sollten auf verspielte Designs, bunt durcheinander gewürfelte Muster und einen Überschuss an Bildeinsätzen verzichten. Klare Strukturen und minimalistisches Design sind gefragt!

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Die Werbeboten machen es vor: einfach gehaltenes Design für übersichtliche Inhalte.

 

 

 

 

 

 

 

Trend 4: One-Page-Design

One-Pager bieten den Vorteil, dass der gesamte Content einer Site auf einer in sich navigierbaren Internetseite untergebracht werden kann. Diese Design-Struktur bietet sich vor allem an, wenn die detaillierte Aufteilung in Kategorien zu kurzen Unterpages führen würde.

Trend 5: Parallax Scrolling

Der Effekt Parallax Scrolling macht es möglich, dass sich die verschiedenen Ebenen einer Website unterschiedlich schnell bewegen und so beim Scrollen der Page ein Eindruck von Dreidimensionalität entsteht. Der Trend der Scrolling-Pages ist schwer im Kommen und es lässt sich mit Vorfreude auf die verschiedenen Umsetzungsarten warten. Kritiker werfen dem Effekt allerdings zu starke Verspieltheit vor und verteilen Minuspunkte in der Usability des Tools, da die Lesbarkeit hierdurch eingeschränkt werden kann.

Trend 6: Video-Hintergründe

Wem das alles nicht reicht, der tauscht sein stillstehendes Hintergrundbild gegen das Bewegtbild: Video-Hintergründe liegen definitiv im Trend. HTML5 bietet die technische Möglichkeit Videos einfach in Seiten zu integrieren. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die bewegten Hintergründe nicht zu unruhig sind und Gefahr laufen vom wesentlichen Content abzulenken. Auch wer vereinzelte Textpassagen durch Videos einwechselt, geht vollkommen mit dem Zeitgeist.

Trend 7: Storytelling via Animationen

Langweilige Info-Pages haben ausgedient. Die Websites sollen attraktiver gestaltet werden, indem man verstärkt auf Storytelling setzt – und das nicht nur im Textbereich. Geschichten können mit Videos, Animationen oder Effekten wie Parallax Scrolling erzählt werden. Hierbei ist es jedoch wichtig auf nicht zu ausgewogene Spielerei zu setzen. Die Gestaltung und Quantität der eingesetzten Videos sollte zum Corporate Design des Unternehmens passen und nicht Überhand nehmen. Das richtige Maß an visuell erzählten Stories ist hier bedeutsam.

Weiter im Trend!

Websites mit festen Größen sind Schnee von gestern: Full-Screen-Designs mit beeindruckenden Fotos oder Videos garantieren die Aufmerksamkeit der User. Zudem lassen sich Storytelling und die Benutzerführung  mit Vollbild-Seiten attraktiv umsetzen. Auch Split-Screen-Design sowie Long-Shadow-Design prägen die Webgestaltung in diesem Jahr. Voll im Trend sind auch die Flat-Border-Buttons, die sich lediglich durch ihren Rahmen vom Hintergrund abgrenzen und so gut in die minimalistischen Strukturen der Webtrends des Jahres hineinpassen.

Wir sind gespannt, wie die interaktiven Design-Trends für 2014 umgesetzt werden und vor allem, wie weitere Entwicklungen das Webdesign von morgen verändern!