Wer soll's sein?

Fans gewinnen, die Marke bekannt machen, den Abverkauf von Produkten unterstützen oder Kundenservice bieten – das alles sind bekannte Anwendungsfälle für Facebook-Marketing. Doch die Targetingoptionen des Netzwerks bieten noch ganz andere Potenziale: Für Unternehmen besonders interessant ist dabei die Gewinnung von qualifizierten Nachwuchskräften. Gegenüber einer normalen Jobbörse bietet Facebook dabei einige Vorteile:

Präzises Targeting

Jobbörsen haben oft ihr eigenes Profil oder eine branchenspezifische Ausrichtung, sodass man auf bestimmte Nutzerprofile hoffen darf. Doch letztlich filtern die Nutzer Stellenangebote aus und nicht andersherum. Auf Facebook hingegen kann ein Unternehmen durch die detaillierten Targetingmöglichkeiten genau die Zielgruppe ansprechen, die gesucht wird: beispielsweise StudentInnen der Wirtschaftswissenschaften, oder solche, die im Jahr 2014 ihren Abschluss machen. Aber auch exotischere Profile sind möglich – um genauer zu sein: Ausbildungsgrad, Studiengang, Abschlussjahrgang, Branche und auch Arbeitgeber gehören zu den Targetingoptionen, die Facebook anbietet. Durch die Nutzung eines Dark Posts können Unternehmen sicherstellen, dass die passende Zielgruppe die Anzeige zu Gesicht bekommt.

Auf Facebook kann nach dem Grad der Ausbildung getargetet werden.

Auf Facebook kann nach dem Grad der Ausbildung getargetet werden.

 

Auch die Studienrichtung ist eine wichtige Information für Arbeitgeber, die Stellen vermarkten möchten.

Auch die Studienrichtung ist eine wichtige Information für Arbeitgeber, die Stellen vermarkten möchten.

 

 

Nicht nur Jobsuchende erreichen

Es gibt vermutlich zu jeder ausgeschriebenen Stelle viele Leute, die perfekt auf das gesuchte Profil passen, aber die Anzeige nicht sehen – entweder, weil sie nicht in derselben Jobbörse suchen oder weil sie aktuell angestellt sind und nicht aktiv suchen,  einer neuen Herausforderung gegenüber aber trotzdem aufgeschlossen wären. Praktisch alle diese potenziellen Mitarbeiter sind auf Facebook unterwegs und können dort angesprochen werden. Facebook zur Stellenvermarktung zu nutzen vergrößert den Kreis der Leute, die von der Anzeige angesprochen werden, deutlich und das auch um den attraktiven Personenkreis derer, die schon in einer ungekündigten Position arbeiten. Dadurch ergänzt die Stellenvermarktung auf Facebook die über eine Jobbörse hervorragend, da unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden können.

Wer soll' sein?

Wer soll’s sein?

 

Stellenvermarktung und Employer Branding in einem Zug

Auf Facebook wird eine Stelle üblicherweise im Zusammenhang mit einer Fanpage vermarktet. Dadurch kann ein Unternehmen sich ganzheitlicher darstellen, als das in einer Jobbörse in der Regel der Fall ist. Da auf Facebook in der Regel lockerer und persönlicher kommuniziert wird, als das auf der Unternehmenswebseite der Fall ist, können die potenziellen Bewerber das Unternehmen mit einem Klick auf eine ganz andere Weise kennenlernen. Gerade bei der Gewinnung neuer, junger Arbeitskräfte ist das kein Nachteil: Generation Y ist bekannt dafür, mehr Wert auf ein angenehmes Arbeitsumfeld zu legen, als das bei früheren Generationen der Fall ist. „Facebook-kompatibel“ ist in diesem Zusammenhang ein wertvolles Prädikat, dass zukünftigen Mitarbeitern signalisieren kann, dass Work-Life-Balance und Unternehmenskultur stimmen. Damit kann ein Unternehmen, welches den begehrten Arbeitskräften auf Facebook begegnet, einen Vorteil anderen gegenüber haben – besonders gilt das für große Unternehmen, die eigene Karriere-Fanpages auf Facebook unterhalten und dadurch schon im Employer Branding aktiv sind.

Studenten waren in der Anfangszeit Facebooks Zielgruppe – und auch wenn sich diese in zwischen auf praktisch alle Internetnutzer erweitert hat, so ist die Altersgruppe der Schüler, Studenten und Young Professionals, die am stärksten auf Facebook vertreten ist, auch die Altersgruppe, in der die Berufswahl und Stellensuche eine bedeutende Rolle spielt. Allein dadurch bietet sich das Netzwerk als ein natürliches Umfeld für die Suche nach neuen Mitarbeitern an – und attraktive Möglichkeiten für Unternehmen, sich Nachwuchskräfte zu sichern. Bei der Stellenvermarktung auf Facebook sollte man einige Faktoren nicht vernachlässigen:

  • Interesse wecken. Eine Stellenbeschreibung wird ein Post oder eine Anzeige nicht ersetzen können – daher sollte die Beschreibung die besonderen Vorteile der Stelle betonen, um Lust auf mehr zu machen. Ganz besonders die Bilder müssen Lust auf die Stelle machen.
  • Vollständige Stellenbeschreibung leicht zugänglich machen: Der eingebaute Link sollte zur spezifischen Stellenbeschreibung gehen, nicht zur Hauptseite des Karriereportals, aus dem die Leute sich das Angebot noch heraussuchen müssen – das gilt besonders, wenn Leute begeistert werden sollen, die eigentlich nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle sind.
  • Im Gegensatz zu Performance-Projekten ist das Ziel hier natürlich der eine beste, motivierteste Bewerber, nicht die größtmögliche Anzahl an Bewerbungen; das sollte bei der Gestaltung des Bewerbungsprozesses berücksichtigt werden.
  • Über Conversion Tracking kann man auch Posts und Anzeigen zur Bewerbung von Stellen verfolgen und so zumindest errechnen, welche Anzeige/Targeting-Kombination auf das größte Interesse stößt und die meisten Klicks (oder Bewerbungen in einem Online-Verfahren)  generiert.

 

Wer also auf der Suche nach Nachwuchs für sein Unternehmen ist, kann auch auf Facebook als ideale Ergänzung zu traditionellen Jobbörsen und als Werkzeug zur Mitarbeitersuche nutzen.