Pinterest wird von vielen Marketer*innen immer noch unterschätzt. Dabei benutzen weltweit 442 Millionen Menschen jeden Monat die Plattform, um sich inspirieren zu lassen und neue Produkte zu finden.

Pinterest funktioniert hierbei wie eine Suchmaschine. Gerade deshalb kann es für viele Unternehmen wichtig sein, Produkte auch auf Pinterest zu präsentieren und zu bewerben. Hierfür ist es notwendig, ein Unternehmensprofil zu erstellen. Dieses kann entweder mit einem privaten Profil verknüpft werden oder als ein eigenes Unternehmensprofil angelegt werden.

Ad-Ziele

Pinterest bietet vier verschiedene Ziele an, die mit Werbeanzeigen erreicht werden können. Diese sind Offline-Verkäufe, Awareness, Conversions und Markenpräferenz.

Ad-Formate

Um diese Ziele erreichen zu können, gibt es vier verschiedene Ad-Formate, mit denen Werbetreibende arbeiten können, um die bestmögliche Werbeanzeige zu schalten:

Das erste Format trägt den Namen “Standard”. Hier kann ein Bild als Werbeanzeige genutzt werden, das entweder quadratisch oder im Hochformat ist.

Im zweiten Ad-Format kann ein Video hinzugefügt werden, das anschließend der Zielgruppe als Werbeanzeige ausgespielt wird.

Es kann auch ein Carousel ausgewählt werden. Hier können Werbetreibende mehrere Bilder hochladen, durch die die erreichten Personen dann durchklicken können.

Das letzte Ad-Format sind sogenannte “Sammlungen”. Es wird als ein Hybridformat beschrieben, mit dem Produktbilder und gleichzeitig Lifestyle-Bilder angezeigt werden können. So können Nutzer*innen, die die Anzeige ausgespielt bekommen, nicht nur die normalen Produktbilder sehen, sondern auch, wie das jeweilige Produkt in Benutzung aussehen könnte.

Targeting

Wie auch andere Plattformen, die das Schalten von Werbeanzeigen ermöglichen, bietet auch Pinterest verschiedene Targeting-Optionen an.

Die erste Option ist das Automatisierte Targeting. Hier findet Pinterest selbst auf Basis der hochgeladenen Pins die richtige Zielgruppe für eine Werbeanzeige.

Es ist auch möglich, Werbeanzeigen nach demografischen Angaben, wie beispielsweise dem Geschlecht, dem Wohnort oder dem Alter, zu schalten.

Die nächste Möglichkeit ist das Eingrenzen der Zielgruppe nach Interessen. Hier können Werbetreibende angeben, nach welchen Interessen ihre Zielgruppe ausgewählt werden soll.

Es ist außerdem möglich eine Zielgruppe aufgrund von Keywords zu erstellen. Die Werbeanzeigen werden dann ausgespielt, wenn Nutzer*innen innerhalb von Pinterest nach genau diesen Begriffen suchen.

Eine weitere Möglichkeit, eine passende Zielgruppe für die Werbeanzeigen zu finden, ist das Erstellen von ActAlikes. Bei dieser Targeting-Option werden Nutzer*innen targetiert, die Pinterest ähnlich nutzen oder die gleichen Interessen haben wie diejenigen Nutzer*innen, die bereits etwas beim werbetreibenden Unternehmen erworben haben. Diese Targeting-Option ähnelt also sehr den Lookalikes von Facebook.

Die letzte Targeting-Option ist das Hochladen von Kundenlisten. Das dürfen Werbetreibende allerdings nur dann machen, wenn die Kund*innen dem auch zugestimmt haben. Ansonsten ist das Hochladen von Kundenlisten wegen der Datenschutzgrundverordnung rechtswidrig.

Tools

Pinterest bietet Werbetreibenden auch verschiedene Tools, um das schalten und verwalten von Anzeigen zu vereinfachen.

Mit einem dieser Tools ist es möglich organisch gepostete Pins zu Werbeanzeigen umzuwandeln.

Außerdem hat Pinterest auch einen eigenen Ads Manager, in dem Werbetreibende Kampagnen anlegen sowie auch bearbeiten können. Es ist hier ebenfalls möglich, Zielgruppen benutzerdefiniert einzustellen.

Neben diesen Tools bietet Pinterest auch die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Pinterest Partnern, wie beispielsweise Shutterstock Custom, Canva und Smartly.io, zusammenzuarbeiten, um das Beste aus den Werbeanzeigen herauszuholen, egal ob es um die visuelle Gestaltung der Anzeigen geht, oder um das Messen der Anzeigenleistung.

Mit dem Analytics Tool von Pinterest können Werbetreibende auf einen Blick sehen, wie sich die Anzeigen entwickelt haben. Das kann dazu genutzt werden, um die Werbeanzeigen weiter anzupassen und zu optimieren, sodass die gewünschte Leistung erreicht wird.

Wenn eine Kampagne abgeschlossen ist, gibt es hier die Möglichkeit, erweiterte Analytics einzusehen.

Pinterest ist in vielerlei Hinsicht eine Plattform mit viel Potential. Für viele Unternehmen kann es eine ideale Möglichkeit sein, die festgelegten Marketing-Ziele zu erreichen und sich auch auf einer neuen Plattform mit organischem, aber auch bezahltem Content zu etablieren.